Angepinnt 7. Forumtreffen 2018

      Moin Spyder`s

      bin zwar spät dran ,dennoch möchten Dany und ich die Gelegenheit nutzen , uns nochmal bei den Organisatoren ganz herzlich zu bedanken !
      Die bestimmt eine ganze Menge Arbeit und Herzblut investiert haben !

      Es wundert mich das , bei einer solch großen Teilnehmerzahl , so wenig Resonanz bezüglich der geleisteten Arbeit , dem Orga - Team zu teil wird !
      Das kenne ich so nicht !
      Haben ein Tolles WE mit euch Erlebt , ein schönes Stück Deutschland erfahren :P
      Grüße vom Linken Niederrhein :NRW:
      Noel59`s Signatur
      Grüße vom Linken Niederrhein :NRW:
      Hallo Teramo und Team,

      wir bedanken uns auch beim ganzen Team für die gelungene Veranstaltung. Den Wettergott habt ihr gut gestimmt, die Ausfahrt hat prima geklappt und Essen war auch okay.

      Grüße aus Solingen von Egon und Angelika
      Liebe Spyder-Freunde,

      wie ich es den Beiträgen entnehme, war es wieder eine tolle Veranstaltung.
      Aufgrund der Anmeldungen, ist ja auch eine ordentliche Anzahl von Teilnehmern
      zusammen gekommen.

      Insofern gebe ich Noel59 recht, dass bisher die Rückmeldung von den Teilnehmern
      sehr verhalten ist und die Anerkennung an das Orga-Team für die geleistete Arbeit
      sehr dünn ausfällt!

      Ein Danke und der persönliche Eindruck, sollte es wohl jedem Teilehmer Wert sein!

      Martin
      If you want to have a happy day,
      than make a trip with your spyder :D
      Quaddy`s Signatur
      If you want to have a happy day,
      than make a trip with your spyder :D
      Leute, langsam ! Eine ausführliche Beschreibung der Veranstaltung braucht seine Zeit ! Bedingt durch das Monatsende mit Abschlussarbeiten, eigenen Schmerzen mit Arztbesuchen und Fußball-WM-Spielen kucken hat sich meine literarische Aufarbeitung etwas verzögert. Die wirklich gelungene Veranstaltung wird im folgenden Bericht ausreichend gewürdigt ! :thumbsup:
      Bericht vom 7. Spyderfahrer-Treffen in Winterberg vom 29.06. - 1.7.2018

      Da mir und meiner Frau Marion die Treffen in 2016 und 2017 gut gefallen haben, wollten wir auch in diesem Jahr zum 3. Mal mit dabei sein. Ich warte allerdings immer auf die Veranstaltungstermine meines Händlers, der Funride Company Radebeul für das Jahr, weil die für uns erste Priorität haben. So konnte ich erst im Januar buchen, aber es war noch etwas zu bekommen. Für das Spyderfahrer-Treffen bietet das Hotel im Sauerland spezielle Arrangements. Andere Treffen sind oft früh ausgebucht. Zwar sind gut 475 Km Anreise kein Katzensprung, aber für einen Langstreckenfahrer, der bereits zweimal am Großglockner war, mit zurückgelegten Gesamtstrecken von jeweils 2.500 Km, nicht wirklich abschreckend. Zumal es Petrus gut mit uns gemeint hat, denn soviel darf ich vorausschicken, wir hatten das ganze Wochenende über einen strahlend blauen Himmel. Lediglich auf der Heimreise zeigten sich ab 200 Km vor Berlin einige weiße Watte-Pads am Himmel. Doch zurück auf Anfang.

      Am Freitag, den 29.6. erwachte ich um 5:25 durch strahlenden Sonnenschein, weil wir derzeit keinen Rollladen im Schlafzimmer mehr haben. Der alte war defekt und der neue kommt erst am 18.7. Es waren auch schon angenehme 17°. Wir frühstückten und nach dem Beladen starteten wir um 7:35 nach den obligaten Startfotos bei nunmehr 22°.

      Wir befuhren die B96, A10, am Dreieck Werder auf die A2, über Magdeburg, bis zum Rastplatz Lorkberg, den wir um 9:16 nach 171 Km erreichten. Der Verkehr war bis dahin auffallend gering; selbst durch die Baustellen ging es zügig. Dabei hatte man im Radio den Ferienbeginn in 5 Bundesländern angedroht. Lediglich in Richtung Berlin stauten sich wieder auf ca. 50 Km die „Rosinen-Bomber“, wie ich die Lkw´s jetzt zu nennen pflege.

      Um 9:24 setzten wir nach einer kleinen Rast die Fahrt fort 14 Km bis zur Raststätte Lappwald Nord, wo wir um 9:37 tankten (8,83L). Um 9:43 ging es weiter 56 Km auf der A2, Kreuz Wolfsburg / Königslutter auf die A39, über Braunschweig, Salzgitter bis zur Raststätte Salzgitterhüttenblick. Die hatte erst vor 14 Tagen eröffnet und ist für Biker und Spyker ideal, weil man draußen sitzen kann, mit Blick aufs Fahrzeug, sofern Stellplätze frei sind. Hier genehmigten wir uns um 10:20 ein zweites Frühstück auf der sonnigen Terrasse bei nun schon 26°.

      Um 10:44 ging es dann weitere 40 Km auf der A39, Dreieck Salzgitter, A7 zu meiner Lieblings-Raststätte Harz. Dort kann man ebenfalls in Sichtweite parken und es gibt dort eine „Nordsee“-Filiale ! Nach leckeren Premium Fischfilets um 11:16 setzten wir die Fahrt um 11:39 fort.

      Die nächste Etappe von 83 Km führte weiter auf der A7 zum Autohof in Lutterberg zum Tanken (7,43L) um 12:36. Da pfiff ich mir erstmal eine Dose Red Bull ein, weil ich ein „Formtief“ hatte. Da ich auch nur dann auf solch einen Energy Drink zugreife, wirkt der bei mir auch. Hatte ich vorher mehrmals gähnen müssen, ist das nach dem Krafttrunk weg !

      So gestärkt ging es um 12:55 auf die nächsten 89 Km A7, Kreuz Kassel A49, A44 bis Zierenberg und dort auf die B251, so dass wir noch einen gutes Stück Landstraße dabei hatten. Über Korbach, L3083, L617, ging es zur Tankstelle in Medebach, wo wir um 14:15 tankten (7,91L). Wie ich später feststellte, gab es auch noch bis 6 Km vor dem Ziel Gelegenheit zu tanken. Ich wollte bloß nicht wieder, wie im Vorjahr, nochmal vom Hotel aus wieder losfahren müssen.

      Um 14:20 nahmen wir die letzten 23 Km auf der L617, L740, B480, Winterberg, K18 in Angriff und fuhren um 14:45 in der Hotelanlage Asten Village in Altastenberg bei Winterberg vor. International bekannt ist Winterberg als Austragungsort von Weltcuprennen des Bob- und Rennrodelsports, sowie als Wintersportort. Es gibt auch eine Ski-Sprung-Schanze. Die gesamte Hotelanlage, auf einer Bergkuppe am Rande des Ortes am Waldrand gelegen, besteht aus einem Hauptgebäude und 8 weiteren Häusern, sowie einem Schwimmbad mit Sauna- und Beauty-Bereich und einem Biergarten. Die Häuser sind durch unterirdische Gänge mit dem Haupthaus verbunden. Das Ganze ist in holländischer Hand und auch viele der Gäste haben ein gelbes Nummernschild.

      Der Biergarten neben der Auffahrt war bereits gut besucht, denn einige Teilnehmer waren bereits am Vortag angereist. Viele erkannte man gleich wieder, auch von anderen Treffen.Wir checkten dann erstmal ein und bekamen einen Begrüßungs-Sekt. Dieses Mal erhielten wir ein Zimmer im Haupthaus, nachdem wir 2016 in einem klammen, kalten, insektenverseuchten Kellerzimmer untergebracht waren. 2017 hatten wir nach meiner Beschwerde ein Zimmer im 2. Stock eines der Nebenhäuser, aber das war jetzt nochmals eine Steigerung. Das Zimmer war fast wie ein kleines Apartment und wirkte auch nicht, wie das letzte, heimwerkermäßig saniert. Und statt des betagten Röhrenfernsehers vom Vorjahr gab es jetzt einen zeitgemäßen Flachbildschirm, der noch wichtig werden sollte. Die Matratzen waren gut und die Kopfkissen ausreichend fest. Selbst die Dusche, für mich ebenfalls ein wichtiges Kriterium, hatte soviel Druck, dass man sie gar nicht, wie sonst, voll aufdrehen musste. Nicht das ich unbedingt first class brauche, aber für sein gutes Geld darf man schon einen gewissen Standard erwarten. WLAN war nur in bestimmten Bereichen, wie der Rezeption, im Restaurant und in der Bar kostenfrei verfügbar. Da ich aber eine Telefon flatrate habe, nutze ich den mobilen Datenaustausch und bin damit unabhängig von lokalen Gegebenheiten.

      Die Getränke-flatrate für 30,- € aus dem Vorjahr gab es nicht mehr. Offenbar hatte man die Trinkfestigkeit von Spyderfahrern unterschätzt. Es gab eine Karte, auf der die Getränke mit Strichen markiert werden sollten und bei der Abreise zu bezahlen waren. Was einen allerdings bei Verlust der Karte erwartete, war, wie in solchen Fällen üblich, nirgends vermerkt. Auch auf Nachfrage bei einer Kellnerin erhielt ich dazu keine verbindliche Auskunft.

      Eine Garage hatte ich diesmal nicht; aber der Red Scorpion parkte direkt gegenüber unserem Zimmerfenster, so dass ich jederzeit einen Blick auf meinen Liebling werfen konnte. Nach dem wir uns im Biergarten zur Begrüßung hatten sehen lassen, begingen wir die uns bereits bekannten Örtlichkeiten und ich registrierte die parkenden Spyder, die überall verteilt vor den Häusern standen. Ständig kamen neue dazu. Auch fotografierte ich wieder besondere Anbauten und andere Auffälligkeiten. Das auffälligste Fahrzeug war auf jeden Fall diesmal eine RS im NYPD-Police-Look mit entsprechenden blauen und roten Flackerlichtern. Ganz großes Kino !

      Mein Bewegungsdrang wurde jedoch durch starke Schmerzen in der rechten Hüfte und Oberschenkel durch vier Bandscheibenvorfälle stark eingeschränkt.

      Das Schwimmbad und die Sauna sollen diesmal funktionsfähig gewesen sein und hätten kostenfrei genutzt werden können, aber da hierfür wenig Zeit blieb, haben wir die Badesachen gar nicht erst mitgenommen.

      Da Marion Lust auf Kaffee und Kuchen hatte und das Hotel kein entsprechendes Angebot, zogen wir ein Haus weiter und genossen um 16:00 Eis und Torte im Haus Clemens nebenan.

      Zurückgekehrt setzte ich die Registrierung fort und zählte 12 RT, 12 RS/ST und 17 F3; somit 13 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr. Aus Vereinfachungsgründen liste ich hier alle Fahrzeuge auf, auch wenn sie erst später dazu stießen. Es waren die Zulassungsbezirke AK, B, BS, D, DH, DN, E, EN, GF, GT ,GS , GEL , H, HH, HK, KB, KG ,LAU, LB, MI, NI, NR, P, PI, RA,RE, RS, SG, SGH, SL, VEC undVS vertreten. Die Hauptstädter und die Hannoveraner waren mit je 3 Fahrzeugen die größten Gruppen. Nicht alle Fahrzeugführer waren die ganze Zeit vor Ort. Manch einer kam mal so vorbei, andere waren nur bei der Ausfahrt dabei. Auch 4 Autos mit Hänger waren da, sowie Can-Am-Händler Scholly aus Drakenburg wieder mit einem Werkstattwagen. Ebenso parkten hier zahlreiche Motorräder, ohne dass eine bestimmte Gruppierung erkennbar war. 2016 war es noch beim abendlichen flat rate-Saufen zu Verbrüderungen mit den „Honda-Rabauken“ vom Niederrhein gekommen.

      Nach zahlreichen Begrüßungen, meine Kumpels Flunki und Smiddi aus Berlin, sowie unser „Adoptiv-Kind“ Max aus Potsdam waren auch gekommen, saßen wir mit ca. 25 Personen um 16:50 im Biergarten beim Plausch und tranken. Die Getränke flatrate hatten wir im Vorjahr bezahlt, aber nicht ausgenutzt. Lediglich das lästige ständige Bezahlen entfiel dann. Aber eine Ausfahrt von über 1.000 Km beansprucht doch sehr; da ist Alkohol im Blut wenig hilfreich. Da sollte der ein oder andere Radler reichen.

      Um 18:30 gingen wir dann im gegenüberliegendem Hauptgebäude im 1. Stock ins Restaurant zum Abendessen. Es war ein Buffet angerichtet, das eine reichhaltige Auswahl an verschiedenen Fleischsorten, Gemüsen und Beilagen, sowie Suppe, Salaten, Desserts und Früchten bot. Ein Teil des Speisesaals war für uns Spyderfahrer reserviert. Gegen 20:00 saßen wir wieder im Biergarten, wo es immer noch sommerlich warm war. Ein Jäckchen war allerdings bei zunehmender Abendkühle auf der etwas windigen Bergkuppe angeraten.

      Um 20:10 hielt Stefan mit Monschy eine kleine Ansprache zur morgigen Ausfahrt. Der Chef vons Janze, Teramo alias Thomas W. aus Hamburg mit Gattin Elke war aus familiären Gründen verhindert. Ca. 42 Personen lauschten den Ausführungen. Es ging zum einen noch um fehlende Bestellungen zum Mittagessen, sowie den Ablauf der Ausfahrt. Diesmal wurden 4 Gruppen gebildet zu je 10 Fahrzeugen, dabei zwei geführte Touren. Stefan sollte die Cruiser anführen, Monschy die Race Fraktion, je zwei Gruppen sollten sich selbst führen, so z.B. die Hannover-Gruppe unter Sven S. und die Berliner unter Flunkis Führung.

      Ich gesellte mich zu Stefan, da ich meine Kumpels fast jedes Wochenende an der Spinnerbrücke treffe. Da möchte man auch mal andere Leute kennenlernen. Die Touren sollten zwischen 160 - 200 Km lang sein. Es sollte versetzt ab- und die Touren auch gegenläufig gefahren werden. Nur zum Mittagessen wollte man sich wieder treffen. Um 20:35 gingen wir aufs Zimmer.

      Am Samstag standen wir um 7:00 auf. Das Zimmer hatte zwar dicke, lichtdichte Vorhänge, aber irgendein Streifen war dann doch nicht abzudecken, durch den sich die Sonne Bahn brach. Um 8:00 frühstückten wir im Kreise der Kameraden/innen. Problematisch war wieder einmal der Kaffee-Automat, an dem es dann öfter zu Wartezeiten kam. Ab 8:40 war der Red Scorpion startklar.

      Um 9:04 machte sich Stefans Gruppe als erste auf den Weg. Eine erste 27 Km lange Strecke führte über den Renauweg nach Altastenberg, K18 Astenstraße, B236, Winterberger Straße an der Sprungschanze vorbei, Neuastenberg, B480, Langewiese, Hoheleye, Dödesberg, Astenbergstraße, Bad Berleburg, Ederstraße, Sauerlandstraße, Raumländer Straße zu einem Parkplatz an der Eder, den wir um 9:48 erreichten. Als wir dort in Reih und Glied eingeparkt hatten, zählte ich 6 RT, 4 RS/ST und 3 F3.

      So ein Treffen dient immer auch dem Erfahrungsaustausch. Als ich während des Fotografierens an der Reihe vorbeischlenderte, hörte ich zwei Kameraden an einer RT über „Kompressor“ sprechen. Da ich mir gerade einen sehr kleinen gekauft hatte, um ab und zu die Luftfederung zu unterstützen; wenn der Luftdruck einen bestimmten Wert unterschreitet, ist man außerhalb des Regelbereichs und dann funktioniert die Luftfederung nicht, trat ich dazu, schaltete mich in das Gespräch ein und bot meinen Kompressor an. Der Kollege beklagte, dass seine Maschine sehr hart federe, oft metallisch durchschlägt und unwillig in die Kurven ginge. Als ich meinen Kompressor anschloss, knallte die Messnadel an den Endanschlag und der liegt bei 10 bar ! Also war die Luftfederung zum Bersten gefüllt. Ich ließ dann erstmal auf 4 bar ab. Beim nächsten Halt zeigte sich der Kamerad über das neue Fahrverhalten hocherfreut. Er berichtete aber auch, dass das Fahrzeug gerade aus der Inspektion kam. Ich bat ihn, den Händler darüber mal zur Rede zu stellen. Über die richtigen Werte sollte man dort schon Bescheid wissen, zumal sie im Handbuch nachzulesen sind. Ein Neukunde ist damit erstmal überfordert.

      Um 10:06 ging es weiter 25 Km über die Eder auf die L553, Dotzlar, L718, Wasserstraße, Bad Laasphe, B62, Niederlaasphe, Wallau, B253, Ludwigshütte, Hainstraße, Biedenkopf, Landgrafenstraße, Altenstadtstraße zum 386 m hohen Schlossberg, wo wir um 10:43 eintrafen. Zusammen mit einer anderen Gruppe stellten wir die Fahrzeuge ab und vertraten uns die Füße. Zum einen gab es den Fernblick zu sehen, sowie die Burg zu erkunden. Hier tat denn auch der Kollege seine Freude über die nun funktionierende Luftfederung und den damit erlangten Fahrkomfort kund, was bei mir sofort ein Durstgefühl auslöste. Leider wurde dem aber in der Folge nicht abgeholfen; vielleicht beim nächsten Wiedersehen !

      Um 11:14 setzten wir die Fahrt über weitere 26 Km fort über Schloss Biedenkopf, Burgstraße, Hainstraße, auf die B253, Eifa, L3090, Frohnhausen, K111, K88, Wollmar, B236, Münchhausen, B252, Christenberger Straße, Otto-Ubelohde-Radweg zum Christenberg, den wir um 11:53 erreichten.

      Der 387 m hohe Christenberg (früher Kesterburg) ist Burgstelle, ehemalige Siedlungsstätte und Kirchenstandort im Burgwald im Norden des heutigen Landkreises Marburg-Biedenkopf in Hessen. Als Kuppe aus Buntsandstein befindet sich der Christenberg etwa 2 km östlich von Münchhausen. Auf seinem Gipfel steht am Ort der keltischen und späteren fränkischen Festungsanlagen, inmitten eines Friedhofs, die Martinskirche. In der westlichen Umgebung des Gipfels wurden Hügelgräber gefunden, die Bestattungsorte der früher auf dem Berg befindlichen Ansiedlungen sein könnten. Vom höchsten Punkt des Christenberges kann man u. a. zum Kellerwald blicken.

      Im dortigen Waldgasthaus Christenberg sollten sich alle Gruppen zum Mittagessen treffen. Alle trafen auch zeitnah ein. Im Freien waren unter Bäumen Tische für uns reserviert und die vorbestellten Speisen wurden dann auch relativ zügig serviert. Die Gerichte waren ausreichend portioniert, schmackhaft und im Preis angemessen. Die Temperatur war zwischenzeitlich bis auf 30° angestiegen, aber der Fahrtwind war wegen der Höhenlage dennoch angenehm kühl gewesen.

      Um 13:52 ging es dann weitere 19 Km zurück über Otto-Ubbelohde-Radweg, Christenberger Straße zur B252 Münchhausen, Ernsthausen, K117 Marktstraße, vorbei an der Burgwaldkaserne, B253, L3073, Siegener Straße, Radroute Ruhr-Eder, Schiefermühle, wo wir um 14:18 vor einer riesigen Landmaschinenhalle parkten. Dabei bewunderte ich an einer vor mir stehenden RT eine Tanktasche aus dem Sanitätshaus mit genialer Befestigung, sowie eine im Topcase-Deckel integrierte Tasche mit Schmink-Spiegel als BRP Zubehörteil.

      Um 14:34 ging es 3,5 Km über Muschelweg, Röddenau, K125, L3073, Ruhrstraße zu einer Tankstelle, die wir um 14:41 erreichten, weil ein F3-Fahrer Sprit brauchte. Einige wenige tankten ebenfalls.

      Die nächste Etappe von 29 km startete um 14:45 und führte über L3076 Ruhrstraße, Frankenberg, Goßbergstraße, vorbei am Wildpark Frankenberg, Schreufa, Rhadern, Goddelsheim, Nordenbeck, Goldhäuser Straße, K56, Goldhausen, Mittelweg, Turmweg zur Eisenberg-Hütte, wo wir um 15:18 eintrafen. Hier gab es dann Kaffee und Kuchen und andere Erfrischungen auf der Terrasse.

      Um 16:05 ging es dann 34 Km zurück zum Hotel über Turmweg, Mittelweg, Goldhausen, L3083, Eppe, Hillershausen, L617, Medebach, L740, Küstelberg, B480, Winterberg, B236, Astenstraße, K18, Altastenberg und Renauweg. Um 16:45 war dann unsere Ausfahrt nach insgesamt 164 Km beendet. Alle hatten sich diszipliniert verhalten. Besondere Vorkommnisse sind mir nicht zur Kenntnis gelangt. Lediglich Max´s RT ist in den Notlauf gegangen. Die Monteure von Scholly entdeckten einen defekten Schaltsensor. Ein solches Ersatzteil hatten sie aber natürlich nicht dabei.

      Um es vorweg zu nehmen : Max ist damit noch bis nach Hause gekommen; Smiddi hat ihn begleitet. Sozusagen betreutes Fahren ! Danke Smiddi, Du bist ein echter Kumpel ! Wir hatten die beiden sonntags unterwegs noch gesehen, aber die waren zu schnell für mich.

      Wir mussten den Red Scorpion diesmal weiter unten parken, doch als jemand wegfuhr, konnte ich schnell wieder meinen alten Stellplatz gegenüber unserem Fenster einnehmen, bevor ein neuer Holländer ankam.

      Vorher war mir eine dunkelrote RT aus HH aufgefallen und richtig, Thomas und Elke W. aus Hamburg hatten sich von den Familienfeierlichkeiten loseisen können und sich zu uns gesellt.

      Auch ein RT-Fahrer mit Anhängerkupplung, der nicht allzu weit weg wohnte, hatte vorbeigeschaut und gab bereitwillig Auskunft, wie ihm die Zulassung gelungen ist. Der Trick ist den Spyder nicht als Sonderfahrzeug, sondern als Trike zuzulassen. Dann gelten ganz andere Bestimmungen und die Anhängerkupplung, obwohl an der Schwinge statt am Rahmen befestigt, wird möglich. Selbst einen Wohnanhänger bis 150 Kg ungebremst, darf man ziehen. Es gibt einen solchen, Piccolino genannt, der aber nur auf Bestellung gefertigt wird oder als Bausatz erhältlich ist. Das fand ich sehr interessant, würde ich mir aber nicht anschaffen wollen. Ich tendiere für die Zukunft eher zu einem doppelachsigen, geschlossenen Anhänger für den Spyder, um dann als Rentner bequemer öfter größere Strecken zurücklegen zu können.

      Danach sahen wir noch die 2. Halbzeit des WM-Achtelfinales Frankreich : Argentinien, bevor wir uns wieder gegen 18:00 zu den anderen in den Biergarten setzten. Um 18:30 war für heute Grillen im Freien angesagt. Es frischte aber zusehends auf, so dass die meisten ihre Jacken anzogen. Während der Ausfahrt und auch beim Essen gab es viele Gespräche, bei denen man auch sehr Privates erfuhr. Darunter auch Schicksalsschläge u.ä., was einem zum Nachdenken Anlass gibt, wie gut man es eigentlich hat und wie unwichtig viele Dinge sind gegenüber Gesundheit und Lebensglück.

      Kurz nach 20:00 gingen wir aufs Zimmer und sahen als krönenden Abschluss dieses schönen, erlebnisreichen Tages das WM-Achtelfinale Uruguay : Portugal. Das auch Ronaldo nach Hause fahren muss, erfüllte mich mit einer gewissen Schadenfreude.

      Die befahrenen Bundes- und Landstraßen der Ausfahrt waren überwiegend in einem guten Zustand. Es gab viele sehr schöne, kurvige Strecken in einer hügeligen, in allen Grüntönen bewaldeten Landschaft; Spitzkehren und Serpentinen darf man hier im Mittelgebirge allerdings nicht erwarten. Der Verkehr war gering. Es begegneten uns unterwegs einige XXL-Landmaschinen, aber auch viele Motorradfahrer. Nicht alle erwiderten jedoch meinen Gruß.

      Was mir unangenehm auffiel war, dass alle Leitplanken, gerade in sturzgefährdeten Kurven, keinen Unterfahrschutz, bzw. gepolsterte Streben aufwiesen. Dadurch kann es bei einem Unfall zu schwersten Verletzungen, wie den Abriss ganzer Gliedmaßen kommen. Hier sollte dringend nachgebessert werden.

      Am Sonntag standen wir um 7:00 auf, frühstückten um 7:55 und traten um 9:05 bei immer noch bestem Wetter die Heimreise an. Es ging 21 Km wieder über Altastenberg, B236 nach Winterberg, B480, L740, Küstelberg, nach Medebach zum Tanken (6,97 L). Unterwegs hatten wir, wie bereits erwähnt, das Pärchen Max und Smiddi uns vorausfahrend gesehen, es aber nicht geschafft, auf sie aufzuholen.

      Die nächste Etappe von 172 Km führte über die L617, Hillershausen, L3083 Eppe, Lengefeld, Korbach, B251, Freienhagen, Istha, A44, Kassel, A7, Göttingen, bis zur Raststätte Harz, wo wir um 11:43 tankten (7,33 L).

      Um 12:00 ging es weitere 124 Km über die A7, Dreieck Salzgitter A39, bis zu der neuen Tank- und Rastanlage Salzgitterhüttenblick, die wir schon auf der Hinfahrt besucht hatten. Davor kam es allerdings zu einem Verkehrsstillstand. Wir sahen Flunkis Spyder vor der Raststätte parken. Viele Autos bogen jedoch auf einen Schotterweg neben der Raststätte ab und da wir keine Lust auf einen zeitlich unvorhersehbaren Aufenthalt hatten, folgten wir der Meute. Das war goldrichtig. Der Schotterweg führte ins nächste Dorf, nach Sauingen, wo sich Spaziergänger und Passanten über die plötzliche Fahrzeug-Invasion erstaunt zeigten. Wir fuhren dann auf der K12, L615, bis zur Anschlussstelle Salzgitter-Thiede, wo wir die Fahrt auf der A39 ungehindert fortsetzen konnten. Der Red Scorpion war nach der Aktion allerdings so total eingestaubt, das ich auf dem Bildschirm des Garnim Navis fast nichts mehr erkennen konnte. Flunki berichtete später, dass Max und Smiddi zu ihm gestoßen seien und man ca. 1 Stunde Aufenthalt gehabt hätte.

      Weiter ging es über Braunschweig, Kreuz Wolfsburg A2, bis zur Raststätte Börde, wo wir um 13:22 tankten (8,6 L). Da die Raststätte sehr überlaufen war, fuhren wir 5 Km weiter zum Euro Rastpark Hohenwarsleben bei Irxleben um gegen 13:40 Mittag zu essen. Oft sind Autohöfe etwas abseits der Autobahnen die besseren Anlaufstellen, weil weniger frequentiert, bessere Parkmöglichkeiten mit Sichtkontakt und preiswerter. Das Essen dort war sehr schmackhaft und reichhaltig.

      Derart gestärkt machten wir uns um 14:23 auf zum Schlussspurt von 156 Km über die A2 Magdeburg, Dreieck Werder A10, Dreieck Potsdam, Ausfahrt Rangsdorf, B96 und waren um 16:10 nach insgesamt 1.126 Km wieder zu Hause. Das Abschlusstanken um 16:34 ergab einen Wert von 8,86 L und einen Gesamtdurchschnitt von 8,0 L, was für mein Fahrzeug in der Norm liegt und ich in Anbetracht der Leistung für angemessen halte.

      Fazit : Das Spyderfahrer-Treffen im Sauerland gehört, ebenso wie das Spyderforum-Treffen in der Rhön zu den wichtigsten Treffen in der Szene. Hier trifft sich, was bundesweit Rang und Namen hat. Diesmal habe ich Sven S. von der viertgrößten deutschen facebook-Gruppe „Can Am Spyder Hannover“ einmal persönlich kennengelernt. Aber auch allein durch die geografisch schöne Lage mit vielen interessanten Ausflugszielen ist es immer eine Reise wert. Von den vielen netten, aus allen Bundesländern, angereisten Teilnehmern ganz zu schweigen.

      Ein herzliches Dankeschön an die Ausrichter für ein gelungenes Treffen.
      Im nächsten Jahr sind wir gerne wieder mit dabei.

      Gruß der Leroy

      Meine Fotos, die mit Fremdfotos ergänzt wurden, seht Ihr mit beigefügtem dropbox-Link.

      dropbox.com/sh/g9if7hronnmcfkd…jFfUAh24iTu2PxGWpVha?dl=0
      Moin Moin

      Ich möchte mich auch bei allen Teilnehmern/rinnen Herzlich Bedanken.
      Es war ein schönes Wochenende unter netten Leuten. Bloß leider viel
      zu kurz.

      Ich freue mich schon auf das Treffen 2019!!
      Mit freundlichem Gruß
      Monschy
      :thumbsup: Fehlendes Talent wird durch Wahnsinn ersetzt!! :thumbsup:
      SpyderRyder
      Monschy`s Signatur
      Mit freundlichem Gruß
      Monschy
      :thumbsup: Fehlendes Talent wird durch Wahnsinn ersetzt!! :thumbsup:
      SpyderRyder
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